Roland's Werdegang und Jobs
 

 

Ausbildung / beruflicher Werdegang:

Im Laufe der Zeit hat Roland schon einiges unternommen und "angestellt".

Als Bauernsohn zusammen mit dem 3 Jahre jüngeren Bruder René in Zürich-Leimbach aufgewachsen, in einer Arbeiter-Siedlung der SIHL-Papier. Der Vater führte lange Jahre den Gutsbetrieb der Papierfabrik.

Die Primar- und Sekundarschule wurden in Leimbach absolviert.

Danach folgte eine Lehre als Chemielaborant bei den damals noch Blocher-freien Emser Werken, im Labor Zürich. 

Im Anschluss an die Spiel-RS erfolgte der Besuch des Technikums Winterthur, wo der Titel des Chemiker HTL erworben wurde. Einschränkend sei hier festgehalten, dass Roland sicherlich alles andere als ein lehrbuchmässiger Spitzen-Chemiker war, das Talent lag mehr bei der Verfahrenstechnik und der Organisation.

Es folgten sechs Jahre bei Dow Chemical Europe SA in Horgen im Bereich der Schaumkunststoffe (zuerst Polyurethan und dann Polyethylen). Dow war ein hervorragender Arbeitgeber. Es wurde das internationale Reisen ermöglicht und vor allem die Einführung in die amerikanische Geschäftspraktik. Zu dieser Zeit erfolgte die erste Kontaktaufnahme mit der EDV, denn zur statistischen Auswertung der physikalischen Eigenschaften der Schaumstoffe wurden erstmals Grossrechner eingesetzt (ursprünglich noch via Satellitenverbindung nach Midland, Michigan in die USA). Etwa zur gleichen Zeit wurde mit dem eigentlichen Erfinder und Programmierer Jürg Müller auf der Basis der HP41-Rechner eine erste Software namens Ethacalc entwickelt, welche es ermöglichte, die Dimensionierung empfindlicher Polsterverpackungen berechenbar zu machen. Jürg lieferte die Software und Roland die in hunderten von Falltests empirisch erarbeiteten Berechnungsgrundlagen. Zur eigenen Überraschung konnte soeben festgestellt werden, dass dieses, zwischenzeitlich natürlich weiterentwickelte und portierte Produkt auch heute noch immer existiert!

Nach Dow folgten vier Jahre bei Alveo AG in Luzern, zuerst als Anwendungstechniker und mit der Computerisierung der Firma der Wechsel in die EDV. Als "Einäugiger unter den Blinden" lag am Schluss die gesamte Verantwortung für Konzeption, Umsetzung, Betrieb, Unterhalt, mit europaweiter Vernetzung (zum damaligen Zeitpunkt!) bei Roland - eine richtige Pionier-Zeit.

Von Wang (Schweiz) AG - respektive vom damaligen Verkaufsleiter Branch Government, Hans Howald, erfolgte eine Abwerbung und Beschäftigung als Projektleiter und Teamleader Support Branch Government während zweier Jahre.

Da die Zukunft der Firma auf ihrem proprietären Kurs als zu ungewiss erschien, erfolgte ein Wechsel ins Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Zürich, als Organisations- und Informatikbeauftragter des Departementes, mit der Aufgabe der EDV-Koordination im grössten der städtischen Departemente. Erfahrungen wurden hier im Bereich der Ablösung der Wang-Systeme durch Novell- und Windows NT Netzwerke, Kommunikation und alles was damit irgend etwas zu tun hatte. Als Chef fungierte da mit Stadtrat Wolfgang Nigg ein "alter Bekannten" aus der RS-Zeit, denn er war damals Sanitätsinstruktor des Spiels und des Sanitätszuges.

Nach 9 Jahren Tätigkeit im GUD erfolgte der Wechsel als Leiter Informatik zu Entsorgung und Recycling Zürich, Werk Hagenholz, wo die alte produktive AS/400-Einrichtung durch ein neues, stark vergrössert und erweitertes Windows NT-Umfeld abgelöst werden musste. Auf dem Papier als Projektleiter bezeichnet, lag wohl das grösste Verdienst von Roland in der Zusammenstellung eines ausgesprochen schlagkräftigen Team mit dem eigentlichen Projektleiter (Triebfeder und "geistiger Vater") Roland Meister (Meister EDV), Ota Tomes und Pascal Hasler (beide De Simone und Osswald) und ursprünglich Peter Stocker (BSG Unternehmensberatung) sowie diversen internen Personen (allen voran Hanspeter Gebele). Dieses Mammutprojekt ERIS (der eigentliche Lebensnerv des Unternehmens) konnte trotz fast unrealistischer Terminvorgabe dennoch termingerecht und ohne Kostenüberschreitungen realisiert werden (das Ganze war Jahr-2000 gefährdet ...).

Die ausgesprochen interessante Infrastruktur wurde mit sehr viel Einsatz und Herzblut zusammen mit den Kollegen und Mitarbeitern Felix Baumgartner und Bruno Bhend (plus bei Bedarf externen Freelancern) als sehr gut harmonierendes Team betrieben.

Per Mai 2000 erfolgte ein Wechsel zum damaligen Hardware-Lieferanten Dataset GmbH als Partner und Zuständiger für Technik und Support. Ausführungen dazu werden hier aber nicht abgegeben. Nur soviel: man traf sich vor Gericht, da Dataset vertragliche Vereinbarungen bis zu diesem Zeitpunkt nicht eingehalten hatte. Schade, denn die Produkte waren wirklich gut, die Kunden und die Arbeit interessant, aber die Geschäftspraktiken .... Auf jeden Fall musste nach sieben Monaten die Notbremse gezogen werden. In der Zwischenzeit ist der Konkurs über Dataset, resp. deren Nachfolge-Firma verhängt worden ...

Vom 1.1.2001 bis 31.3.04 war Roland bei Logotex AG, Ausstellungsstrasse 36, 8005 Zürich als Mitglied der Geschäftsleitung und zuständig für den Verkauf im Bereich KMU tätig.  Der Link zur Homepage der Logotex wurde eine ganze Weile vergeblich gesucht. Obwohl die Mitarbeiter dieser seriösen und soliden Firma (was in dieser Branche alles andere als selbstverständlich und üblich ist) ausgesprochen gute und stets zuverlässig Dienstleistungen erbrachten, Logotex aber auch qualitativ gute Hardware anbietet, konnte deren Homepage nun nicht wirklich als ein Ruhmesblatt angesehen werden. Seit einiger Zeit darf an dieser Stelle nicht mehr "geschnödet" werden, denn schliesslich ist die aktuelle Seite, unter www.logotex.ch zu finden, hier auf diesem "Mist" gewachsen ...

Seit dem 1.4.2004 ist Roland bei BlueNetwork Systems in Affoltern a/A als Consultant tätig. Ein Jahr später erfolgte der Einstieg als Mitaktionär. Dieses kleine, aber effiziente Unternehmen leistet sehr gute Arbeit bei der Kundenbetreuung (Beratung, Verkauf, Installationen, Wartung, Support) bei einer ganzen Reihe KMU-Betrieben und Gemeindeverwaltungen. Die HomePage kann unter www.bluenetsys.ch gefunden werden. So als "Geheimtip": Wer immer mal guten EDV-Support benötigt, dieser Link kann wärmstens empfohlen werden .... <grins>

Im Laufe der Zeit wurde natürlich eine kontinuierliche, Job-bezogene Weiterbildung betrieben, sei dies in der Organisation, EDV-Technologie, Kommunikation, Sicherheit oder wo auch immer. Geplant war eigentlich auch die Erreichung des MCSE bis Ende Jahr (es hat aber niemand gesagt welches), jedoch aus Überfluss an Zeitmangel immer vor sich her geschoben. Es wurde als bedeutend wichtiger eingestuft, über das notwendige Know How zu verfügen als über irgendwelche Titel. Als Minimalziel wurde wenigstens ein erster Windows 2000 MCP-Titel erreicht (und es ist noch der MCP für Exchange 2000 dazugekommen), der sogar dazu berechtigt, das MCP-Logo hier aufzuführen ....<grins>

Weitere Zertifikate betreffen:

- Citrix (CCSP)
- Zyxel ZyWall 100

 

Ein Wort zu den Vorgesetzten:

Natürlich wurde im Laufe der Zeit unter diversen Vorgesetzten (fett gekennzeichnet) gearbeitet. Egal was auch immer für Führungsstile praktiziert wurden, sehr viel Positives konnte immer dazugelernt und mitgenommen werden. Die nachfolgende Liste von Vorgesetzten ist nicht ganz vollständig, es fehlen aber nur wenige Namen. Es ist absolut beabsichtigt, dass über die wenigen fehlenden Namen nichts ausgesagt werden soll, schliesslich handelt es sich hier nicht um eine Abrechnung sondern viel mehr um eine Würdigung der Erfahrungen, die aus der Zusammen- oder Mitarbeit gewonnen werden konnte.

Bei den Emser Werken hiess der Chef Dr. Gabler. Dieser gehörte zur starken Fraktion der grossen alten deutschen Chemiker innerhalb der Emser Werke. Er war ein Vertreter einer autoritären Generation, die sicher mit Stil, aber auch sehr grosser persönlicher Distanz, ihr Team führten.

In der RS wurde logischerweise ein ganz anderer Führungsstil gepflegt. Der eigentliche Chef war der damalige Tambouren-Instruktor Adj Uof Anton Wymann, ein fähiger und unheimlich zackiger Militärvertreter, der grosse Verdienste um das Militärmusikwesen allgemein und die Tambourenausbildung und das schweizerische Tambourenwesen im Speziellen in Anspruch nehmen konnte. Was in diesem Betrieb natürlich nicht sehr geschätzt wurde war (gerechtfertigter oder ungerechtfertigter) Widerspruch. Im Rahmen einer solchen "Diskussion" wurde Roland einmal von Adj Wymann die Frage gestellt, ob er gegen das Militär sei, was dieser offen mit JA beantwortet wurde. Auf die Anschlussfrage, ob er den Militärdienst verweigern wolle folgte dann aber ein NEIN und deshalb blieb der Rauswurf nach 11 Wochen Spiel-RS zu den "Füseln" erspart.

Der zweite Chef (Sanitäts-Ausbildung) war Adj Uof Wolfgang Nigg (wird später noch erwähnt). Er hatte seine Zielsetzungen fürs Spiel und musste akzeptieren, dass sich im Spiel naturgemäss die Begeisterung für den Sanitätsdienst sehr stark in Grenzen hielt, wenn es aber drauf an kam, die Einsatzbereitschaft der Spielleute vorhanden war - im Gegensatz zu den Sanitätern. Natürlich konnte er sehr gut auch sehr laute Töne anschlagen. Dabei wurde er durch die geschlossene Türe hindurch viel besser verstanden, als wenn der Rekrut im selben Raum drin "einen Fisch" garnierte ...

Während der Zeit am Technikum Winterthur gab es diverse Chefs (Klassenlehrer), alles unangefochtene Koryphäen und ausgewiesen Fachleute, die sich aber im Umgang mit den Studenten und in Sachen Pädagogik gewaltig unterschieden. Als Beispiele: Professor Walti (Allgemeine und Anorganische Chemie), dem man seine Militärkarriere (irgendwo im Bereich eines Brigadiers) auch während der Unterrichtsstunden deutlich anmerkte (Zitat: "Die Pause wird durch stramme Haltung ersetzt"), Professor Fritz Ammann (Physik) - vermutlich einer der intelligentesten Menschen, die Roland bisher überhaupt angetroffen hat -, Dr. Gaston Wolf (Organische Chemie) - wenigstens einer, der auch mal so richtig herzhaft lachen konnte und trotzdem mit Akribie und grossem Einsatz den Stoff zu vermitteln wusste -, Dr. Bührer (Industrielle Chemie) - ein sich eher "trocken" präsentierender jüngerer Lehrer, der bei den Studenten relativ unbeliebte, aber für die späteren Tätigkeiten ausgesprochen wichtige Fächer unterrichtete und trotzdem einiges mit auf den Weg geben konnte.

Bei Dow Chemical (Europe) SA war gemäss den amerikanischen Praktiken die Fluktuation der Chefetage ausgesprochen hoch und absolut geprägt vom Pyramiden-Denken. Wer nicht scharf auf den Job seines Chefs war hatte bereits verspielt. Der am Besten in Erinnerung gebliebene Chef war Piet Geijsen, an und für sich ein netter und umgänglicher Holländer. Nur: nach einer längeren UK-Reise mit Besuchen bei 14 Kunden wurde umgehend für jeden Besuch ein Besuchsbericht abgeliefert, mal umfangreich, mal ganz kurz gefasst. Piet zeigte sich hocherfreut und versprach für diese vermeintlich gute Arbeit ein Mittagessen. Als er jedoch von einem Meeting mit Abteilungsdirektor Wolf Riese zurückkam wurde Roland genau wegen dieser Besuchsberichte zusammengestaucht - so schnell konnte sich seine Meinung ändern (auf jeden Fall nur ja keine Verantwortung übernehmen, es könnte ja mal was an ihm hängen bleiben ...)

Der Chef bei Alveo AG war Dr. Jean-Pierre Sormani, ein offener und ausgesprochen kollegialer, aufgestellter und charismatischer Mensch, der mit Umsicht und Vertrauen in seine Leute die Firma führte und Alveo zur unbestrittenen Nummer 1 im europäischen vernetzten PE-Schaumkunststoffmarkt machte, und das trotz einer total niedergebrannten Fabrikationsanlage in Holland! Jede andere Firma wäre unter diesen Voraussetzungen Pleite gegangen.

Hans Howald war bei Wang (Schweiz) AG der Chef von Roland, ein Prototyp eines sehr erfolgreichen Verkäufers: eine (absolut nicht despektierlich gemeint!) "Wildsau", die den Kunden alles versprach (was dann nachher von seinen Leuten "ausgefressen" werden musste, aber stets auch erreicht werden konnte). Er war ein "Panzerknacker", der jede verschlossene Türe öffnete, für den Rest dann aber sein Team brauchte, was eine - als Team - ausgesprochen erfolgreiche Tätigkeit ermöglichte. Nicht umsonst wurde er später auch GM der Unisys Schweiz.

Im Gesundheits- und Umweltdepartement war während 9 Jahren der bereits oben erwähnte Wolfgang Nigg als Stadtrat der unbestrittene Chef. Obwohl die Meinungen betreffend Führung und Umgang manchmal geteilt waren, ist eine ausgesprochen hohe Achtung geblieben. StR Nigg hat sich stets hinter seine Leute gestellt und den Einsatz für das Departement geschätzt. Bei allen "Aktionen" (im Sinne und Nutzen des Departementes) von Roland hat er diesen nie "im Regen stehen" gelassen sondern mit Fairness und Objektivität behandelt (z.B. beim von StR Küng angestrebten Disziplinarverfahren gegen Roland). Als CVP-Stadtrat hat er seine ausgesprochen soziale Ader nicht an die grosse Glocke hängen müssen, sondern er hat diese wirklich gelebt. StR Nigg (immerhin der Chef von über 5000 Personen!) zeichnete sich rückblickend auch dadurch aus, dass er (fast immer) in seinem Stab ausgezeichnete und kompetente Führungskräfte um sich scharen konnte. Als positive Beispiele erwähnt seien da z.B. Marcel Müller (später Verwaltungsdirektor des Schauspielhauses, stand auch zur Diskussion als neuer Fernsehdirektor), Beat Husi (heute Staatsschreiber des Kanton Zürichs), Jürg Keidel (heute Finanzdirektor der Stadt Zürich), Martin Koller (heute Departementssekretär im Finanzdepartement der Stadt Zürich) und Dr. Ursula Vettori (heute Spitaldirektorin Zollikerberg). Abschliessend angeführt wird hier auch Dr. Max Haas, der ehemalige Departementssekretär und spätere Personalchef im ERZ (heute: Präsident der Gewerkschaft SYNA), der aber das Pech hatte, dass die "Chemie" zwischen ihm und StR Nigg wirklich nicht ganz stimmte.

Bei Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) hiess der Chef von Roland Urs Pauli, die Nummer 2 hinter Direktor Friedel Neuhold und sicherlich einer der Stärksten unter den "starken Männern" im ERZ. Urs zeichnete sich durch einerseits eine sehr gute Kollegialität, auf der anderen Seite aber auch durch eine Gradlinigkeit mit einer fast unmenschlichen Härte (was die Geschäftsprozesse anbelangte) aus. Diese ausgesprochen erfolgreiche Gratwanderung (speziell der Fähigkeit zur Differenzierung, aber auch der Grösse und Bereitschaft bei guter Begründung auf einen Entscheid zurückzukommen) von Urs beeindruckt heute noch. Einerseits gestand er Roland sehr grosse Freiheiten zu (was als Zeichen des Vertrauens angesehen werden konnte), auf der anderen Seite waren seine Forderungen fast brutal hart. Dennoch, das Zusammenspiel hatte sehr gut funktioniert und - auch rückblickend betrachtet - mit Sicherheit die gewünschten Resultate erbracht.

Bei Logotex hiess der Chef Roland Meyer, der Gründer, Geschäftsführer und Delegierte des Verwaltungsrates. Roland hat eine bewundernswerte Leistung vollbracht. Er hat Logotex gegründet und kontinuierlich mit Umsicht zur heutigen Grösse geführt. Leider verpasst er nun aber - beim Erreichen des Pensionsalter - den richtigen Zeitpunkt zum Ausstieg. Es besteht der Eindruck, dass Roland unter einer Neurose leidet, denn es ist wirklich nicht so, dass alle nur der Firma Schlechtes zufügen wollen.

Mit einer Ausnahme ist allen diesen hier namentlich aufgeführten Personen eines gemeinsam: sie haben Format. Sie beweisen allesamt, dass es nicht nur einen richtigen Führungsstil gibt, sondern durchaus verschiedene Wege zum Ziel führen können. Es war sicher nicht nur immer "eitel Sonnenschein", aber wirkliche Probleme gab es trotz manchmal sehr unterschiedlichen Auffassungen mit keinem der Vorgesetzten.

Wie eingangs erwähnt, alle trugen irgend wie und irgend etwas zu den Erfahrungen bei, von allen konnte gelernt werden. Und darauf kommt es ja schlussendlich an ...

 

Reset
Up
Down